Moritz Meerkat – das Leben eines Katers

Tagebuch eines Weltenthronbeherrschers

Archive for the ‘Geschichten mit den Katzen’ Category

Sachen mit dem Merlin

Schwanensee: Kostümprobe

Posted by moritzmeerkat - 22. Dezember 2011

Schwanensee
Das Plakat

Dancer Moritz & Woody
die Hauptdarsteller: Moritz Meerkat und Woody Woodstock

Artdirector Lucie Ver
Artdirektorin Lucie Ver im Gespräch mit Woody Woodstock

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Day 138/2. Jahr: Friedenspfeifen und Teddybären

Posted by moritzmeerkat - 31. Juli 2009

138-365


Haha! So kanns gehen, sagte ich zu Teddy und schob ihn vorsichtig in Richtung Zaubererwohnbergtor.
„Ich will das nicht machen!“, sagte der olle Teddy.
„Die machen dir nix. Die haben gestern schon viel zu viel Aua von euch bekommen. Die wollen uns eine Friedenspfeife anbieten und den Geisterkatzenzauber aufheben.“
„Aber Moritz, wenn du doch weißt was die dir anbieten wollen, warum muss ich dann da hin und ihnen sagen was sie dir anbieten sollen?“
„Teddy, du bist mein treuester Mann und du bist nun mein Postbote. Geh‘ nun und überbringe die Nachricht.“

„Hallo?!“, rief Teddy und sekundenspäter dreht er sich zu Moritz um: „Da ist aber niemand! Kann ich jetzt wieder in mein Regal?!“
„Man Teddy! Ich bin doch bei dir! Die kann gar nichts passieren. Und nun ruf nochmal nach dem Herrn Schnuffi!“

Teddy atmete tief ein und rief ganz laut: „HALLOOOOO! HEERRRRRR SCHNUFFIIIIIIII! Sind Sie da?“ und im gleichen Augenblick wurde das große Zaubererwohnbergtor geöffnet und ein weißes Taschentuch kam wedelt zum Vorschein.
„Du Moritz, die haben ein weißes Taschentuch.“, stellte Teddy fest.
„Und nun gib dem Herrn Schnuffimeinen Brief!“

Teddy ging einen Schritt nach vorne und legte einen Briefumschlag vor das wedelte weiße Taschentuch. „So erledigt, kann ich jetzt wieder in mein Regal?“
„Man Teddy! Wir müssen jetzt Friedensverhandlungen führen und das geht doch nur mit einem Friedenspfeifenhalter.“
„Oh! Aha … achso … ja dann …“

Der Unterzauberer Herr Schlauski nahm den Briefumschlag, grinste Moritz und Teddy freundlich an und verschwand ganz schnell hinter der sich schließenden Zaubererwohnbergtür.

Es dauerte unendliche viele Sekunden bis endlich wieder die Zaubererwohnbergtür geöffnet wurde und der Unterzauberer Herr Schlauski erneut mit einem weißen, wedelten Taschentuch erschien.
„Guten Tag Herr Meerkat“, begann er freundlich, „Herr Schnuffi läßt ausrichten, dass ihm die ganze Sache sehr leid tut und er möchte Ihnen gern die Friedenspfeife anbieten.“
„Wer ist ihr Friedenspfeifenhalter?“, fragte Moritz Meerkat selbstbewußt.
„Herr Schnuffi selbst wird die Friedespfeife halten, während Sie diese spielen dürfen.“, antwortete Herr Schlauski.
„Teddy!“
„Ja Moritz?“
„Du kannst in dein Regal zurück.“ Teddy hüpfte vor Freude und gleichzeitig in Richtung Bücherregal.

Als Moritz den Zaubererwohnberg verließ war es weit nach Mitternacht und er sah sehr zufrieden aus.
Teddy hatte das ganze vom seinem Bücherregal aus beobachtet und rief seinen Kumpel: „Hallo Moritz …“
„Hallo Teddy.“
„Und wie war das Friedenspfeifenspielen?“, wollte der kleine Teddy wissen.
„Nun ja … es war schon spannend und sehr lustig, doch das wichtigste ist, dass Herr Schnuffi den Geisterkatzenzauber aufgehoben hat.“, erzählte Moritz seinem Freund Teddy.
„Oh …“, freute sich Teddy, „… das ist toll! Da brauche ich gar keine Angst mehr haben, wenn ich spazieren gehe!“
„Genau!“, sagte Moritz und verabschiedete sich von Teddy.
„Schlaf gut, Moritz!“
„Ja danke, du auch Teddy!“, antwortet Moritz und tippelte in Richtung Zweibeinerschlafzimmer.

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Day 334

Posted by moritzmeerkat - 1. Februar 2009

Moritz Day # 334 / 365 01. Februar 2009

oh ja … ich habe die richtigen Worte für meine Smokey gefunden, das werde ich ihr [ab]schreiben:

In meinem Hirne geht spazieren,
als wandle er durch sein Mark,
ein schöner Kater sanft und stark.
Du hörst ihn kaum, so voller Zieren

Und leiser Zartheit ist sein Laut.
Doch ob die Stimme sinke, schwelle,
ist immer voll sie, tief und hell –
Geheimnis niemand anvertraut!

Sie perlt und träuft durch alle Siebe
zum fahlsten Grunde meiner Brust,
erfüllt mich wie ein Vers mit Lust,
beglückt mich wie ein Trunk um Liebe.

Sie schläft die schlimmsten Peinen fort
und bannt der Brünste Wust und Jagen;
um längste Sätze mir zu sagen,
benötigt sie kein einzig Wort.

Kein Bogen macht mein Herz erklingen,
die gültig Instrument, und bringt
die Saite, die am hellsten schwingt,
so königlichen Ton zum Singen

als deine Stimme, seltsam Tier,
du dunkle Katze, Seraphgleiche,
an der wie in der Engel Reiche
nur Wohllaut ist und leise Zier.

Aus ihrem braun und blonden Vlies
dringt Duft so süß, dass ich die Nacht
in Balsam ging, weil sie sich sacht,
und einmal nur, liebkosen ließ.

Sie hält des Hauses Großvogtei,
sie richtet, heischt und zieht den Ring
in ihrem Reich um jedes Ding.
Ist sie der Gott? Ist sie die Fei?

Und wenn mein Aug, das an sich zieht
das teure Tier wie ein Magnet,
sich zagend von ihm weggedreht
und in die eigene Seele sieht,

seh ich von Staunen angerührt
die Glut der Augensterne fahl,
Opal, der lebt, und hell Fanal,
die mich beschaut und sich nicht rührt.

Charles Baudelaire – das Katzentier

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Merry X-Mas

Posted by moritzmeerkat - 22. Dezember 2008

Moritz Day # 293 / 365 22. Dezember 2008 - alternate

Hatte ich es nicht geahnt?! Ich bin ja so sprachlos gewesen, als mich meine Zweibeinerin schnappte und mich das Blitzdingens anblitzte … aber diese doofe Doofklausmütze habe ich nicht aufgesetzt! Irgendwann ist ja mal gut … auf jedenfall wünsche ich allen ein schönes Weihnachtsfest und viele, viele Leckerlies.

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Bitte helft mir …

Posted by moritzmeerkat - 13. Dezember 2008

… eine liebe Freundin meiner Zweibeinerin trat mit einer Bitte an mich heran.
Ich solle ihr und ihrem Chef aus der Patsche helfen. Für ihr Gewinnspiel benötigten sie einige Anreizbilder und ob ich aushelfen könne … sicher doch … und so schickte ich einige Bilder zur Ansicht und bekam von der Grafikabteilung die Meldung, ich solle bitte unbedient eines der Bilder selbst einschicken, da jedes Bild großes Potention zum Gewinner hat …
… die Freundin meiner Zweibeinerin erinnerte mich erneut daran und so habe ich heute Doofklaus, der/die eigentlich Ingeborg heißt, ins Rennen geschickt.

Und nun brauche ich euch!
klickt bitte hier und votet – ich und Doofklaus werden es danken … aber meiner Zweibeinerin würdet ihr damit zeigen, dass sie wirklich eine tolle Fotographin ist.

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Vierbeiner und Würstchen

Posted by moritzmeerkat - 9. Dezember 2008

Merlin

Also – als ich da letzte Woche … ne die Woche davor … oder? Nein, jetzt hab’ ich’s! Es war an diesem komischen Fest, da an dem wo die bunten Glasperlen an einem sehr großen piekenden Baum hängen … na ihr wisst schon … ich glaube, mein Zweibeiner nennt das „Weinnacht“, oder so. Jedenfalls war das so …

… Minki, die Katze von nebenan, kam auf einen Sprung vorbei. Ich saß im Garten auf dem weißen Gartentisch und sie nahm auf dem Stuhl Platz.
»Schönes Wetter heute«, meinte sie.
»Jo …«, bestätigte ich ihre Aussage und die folgenden Minuten saßen wir schweigend da.
Minki drehte ihren Kopf zu mir herum und blinzelte gegen die Sonne, ich schaute einem komisch flatternden Etwas hinterher, was viel zu groß für eine Fliege war. Minki musste das wohl beobachtet haben denn sie fragte mich: »Kennst du das Vieh?«
»Nicht mit Namen«, sagte ich und schaute sie an.
»Das ist ein Schmetterling«, erklärte sie mir.
»Ein was?«
»Ein Schmetterling, Oxana. Die kann man fressen.«
»Du spinnst. Die sind viel zu groß zum Fressen«, konterte ich und schaute wieder einem sogenannten Schmetterling hinterher.
»Hinter der Mauer steht ein Schmetterlingsbaum«, sagte Minki und stand auf.
»Ein was?«, fragte ich erneut.
»Ein Schmetterlingsbaum. So heißt ein Busch. Der hat blaue Blüten und an denen hängen ganz viele Schmetterlinge. Brauchst dich nur drunter zu stellen und die Viecher fallen dir ins offene Maul.«
Das machte mich neugierig.
»Wie, die fallen dir ins offene Maul?«, bohrte ich nach.
»Wenn die sich mit Nektar vollgefressen haben, dann sind die so schwer, dass sie nicht mehr richtig fliegen können. Und manche fallen einfach runter.«
»Du machst Witze.« Irgendwie konnte ich ihr nicht glauben. Minki hatte mich schon ein paar mal angeschmiert.
»Nein, ehrlich«, beteuerte sie mir, »die fallen echt runter.«
Das musste ich sehen, daher nahm ich den direkten Weg zum Vorgarten meines Zweibeiners, um über die Strasse zum Vorgarten ihres Zweibeiners und um den komischen Schmetterlingen zu kommen.
Minki stiefelte mir hinterher.
Irgendwie hatte ich ein komisches Gefühl dabei, Minki läuft sonst nie hinter mir her, die läuft immer vor mir und ermahnend sagt sie zu mir, dass ich im angemessenen Abstand hinter ihr laufen muss. Sie blamiert sich sonst mit mir, hat sie mal gesagt.
Ich blieb stehen, drehte mich um und fragte sie: »Wieso gehst du hinter mir her?«
»Wieso nicht?«, gab sie zurück und kam auf meine Höhe, grinste mich an und ging einfach weiter.
»Ich mein ja nur, weil du das sonst nie machst.«
»Nein? Mache ich das sonst nie?« Irgendwie kam mir ihre Antwort sehr ironisch vor, aber OK, ich wollte nicht weiter fragen.
Wir kamen in ihrem Vorgarten an und da sah ich ihn – den blaublütigen Busch mit den vielen Schmetterlingen dran.
»Siehst du!«, sagte Minki und setzte sich unter die tief herunter hängenden Äste, hob den Kopf, öffnete das Maul und wartete.
»Bow«, rief ich mit weit aufgerissenen Augen und setzte mich neben sie, öffnete ebenfalls mein Maul, hob meinen Kopf in die Höhe und wartete.
Ich weiß nicht wie lange ich so da saß.
Irgendwann fand ich es langweilig, mit offenem Maul dazusitzen.
Als ich meine Schnauze wieder schließen wollte, klappte das nicht. Ich konnte mein Maul nicht zu machen!
Es ging einfach nicht und ich hörte das verräterische Lachen der blöden Nachbarskatze.
Mir offenem Maul versuchte ich zu fluchen, bekam allerdings nur ein: »hachs naul, do doofe gachse«, heraus.
Minki lachte immer noch. Sie kullerte sich über den Rasen und hielt sich vor Lachen den Bauch.
Ich war stink sauer und schwor, bittere Rache zu nehmen.

Der Sommer verging, ebenso der Herbst und der erste Schnee fiel.
Mein Mensch befanden sich mitten in den Vorbereitungen zu diesem „Weinnacht“-Fest.
Mein Dosenöffner saß in der Küche an Tisch, wippte mit ihrem Fuß und schien nervös zu sein. Sie hatte ein rauchendes Stäbchen zwischen ihren Fingern, an dem sie ab und zu tief Luft holte, um mir dann graue Kringel ins Gesicht zu pusten.
Auf dem Tisch lagen Würstchen.
Das es sich dabei auch wirklich um Würstchen handelte, wusste ich genau, denn ich hatte diesen besonderen deftigen Geruch schon oft wahrgenommen.
Mein Zweibeiner steckte sich ein Würstchen ins Maul (nein, bei Zweibeinern, heißt das ja Mund), biss ein Stückchen ab und reichte es mir herunter.
Und das ganze, ohne dass ich was sagen musste.
Noch während ich am Kauen war schaute ich sie mit meinem besonderen Blick an. Größer als groß öffnete ich meine bernsteinfarbenen Augen und blinzelte ihr zu.
Ich lächelte sie an, ich flirtete. Ich umstrich ihre Beine und ich konnte Komplimente machen.
»Miau … miau … miauauau …mau … mau« (Du meine allerliebste, meine allerbeste, mein Schmusezweibeiner, du mein bester Dosenöffner, nur dich liebe ich).
Irgendwie reagierte sie nicht. Ich lief noch ein Mal um ihren Stuhl und flüsterte ihr zu: »Mau … mau … maaaaaaauuuuuu« (Ich hab in meinem ganzen Leben noch niemals ein Würstchen gegessen).
Das hatte geholfen.
Sie reichte mir noch ein Stückchen herunter. Genüsslich schmatzte ich die Leckerei auf und als Dankeschön streifte ich ihre Hand und erlaubte ihr mich zu streicheln.
Oh ja, war das schön. Ich streckte ihr meinen Rücken entgegen, genoss es noch etwas und genau in diesem Augenblick kam mir eine Idee.
Ich rannte in den Flur, setzte mich vor die Tür und bettelte darum, dass diese geöffnet wird. Natürlich versteht mich jetzt mein Dosenöffner, so einiger Maßen wenigstens. Jedenfalls kam sie und lies mich hinaus.
Ich stampfte durch den hohen Schnee in Richtung Mauer und sprang hinauf. Minki konnte ich am Küchenfenster sitzen sehen. Ich sprang auf der anderen Seite hinunter und stiefelte auf die Hintertreppe zu, krabbelte durch die Klappe und stand in der warmen Bauernhofküche. Minki kam mir bereits entgegen.
»Was gibt es?«, fragte sie.
»Ich wollte nur Tag sagen und fragen, ob du mit zu mir kommst.«
Sie druckste etwas rum und meinte: »Ich weiß nicht, mir geht es nicht besonders gut. Meine Knochen tun mir heute extrem weh.«
»Naja, dann nicht. Bist halt nicht mehr die Jüngste«, damit sollte ich sie doch locken können.
»Und es ist furchtbar viel Salz gestreut worden. Das brennt dann immer so auf meinen Sohlen. Ein anderes mal gern, doch heute nicht«, sagte sie und kniff ihr Gesicht richtig komisch zusammen.
»Hast du Schmerzen?«, fragte ich anständig nach.
»Nein, nicht wirklich, aber ich bin halt schon alt, Oxana«, antwortete sie flüsternd.
»Dann gehe ich mal wieder. Ich dachte nur, ich könnte dir meinen Würstchenbaum zeigen.«
»Deinen was?«, fragte Minki mit erstaunter Stimme.
»Meinen Würstchenbaum, Minki. Das ist ein Baum, an dem recht lange und leckere Würstchen wachsen. Allerdings bekommt man diese Würstchen nicht so einfach vom Baum gepflückt«, erklärte ich der ordinären Bauernkatze.
»Du machst Witze, das glaube ich dir nicht«, sagte sie mit weit aufgerissenen Augen.
»Kannst es dir ja anschauen«, sagte ich mit unschuldiger Mine und ginge schon in Richtung Tür.
»Was muss man machen, um an die Würstchen zu kommen?«, bohrte sie aufgeregt nach und kam hinter mir her gelaufen.
Auf einmal war sie so schnell, dass sie bereits wieder zwei Schritte vor mir war. Doch in mein Haus durfte sie nur, wenn sie in angemessenem Abstand hinter mir her lief.
»Wo ist der Baum? Wo ist der Baum?«, fragte sie erregt und aus ihren Maulwinkeln tropfte Sabber heraus. Igitt, war die primitiv. Ich schüttelte mich und sagte angewidert: »Im Wohnzimmer.«
In der gemütlichen Wohnstube (wo ich nur in Aufsicht meines Zweibeiners herein darf und jetzt die Tür offen stand, wegen den Festvorbereitungen) stellte ich mich unter einen Baum an dem dünne, lange, grüne „Blätter“ wuchsen.
Stolz sagte ich: »Das ist er. Mein Würstchenbaum.«
Minki kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sie schnupperte an dem Topf, steckte sogar ihre Nase in die braune, feuchte Erde, drehte sich schließlich herum und fragte mich, was man nun machen müsse, um an die Würstchen zu gelangen.
»Du musst dich in den Topf setzten und hineinpinkeln und wenn du ganz viele haben willst musste reinkacken.«
Etwas ungläubig schaute sie mich schon an, aber sie setzte sich in den Topf und scharrte sich eine Kuhle. Im Flur hörte ich die Schritte meines Zweibeiners, dann rief ich so laut ich nur konnte.
Als mein Mensch ins Wohnzimmer kam, ließ sie vor Schreck den Würstchenteller fallen, fing fürchterlich laut an zu schreien und mit hektischen, wütenden Handbewegungen wirbelte sie auf Minki zu, packte die verwirrte Katze im Nacken und warf sie hinaus.
Ich hingegen saß in mitten der vielen, würzig duftenden Würstchen und knabberte jedes einzeln an, um wirklich sicher zu gehen, dass alle mir gehörten.

Ja, so war das mit den Würstchen und meiner Rache.

Reneè Hawk ©September 2002

Weitere Oxana-Geschichten zum schmunzeln:
Vierbeiner im Vorgarten
Dosenöffner verstehen lernen

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Die Sache mit den Doofenten

Posted by moritzmeerkat - 9. November 2008

Alles fing in Berlin an und ich versammelte die Quitscheenten meiner Zweibeinerin um mich herum.
Am 170. Tag haben wir relativ erfolgreich die Macht in der Küche übernommen.
Doch dann kam der Umzug aufs Land und ich musste sehr lange auf meine Jungs verzichten, weil die ja schon in einer Kiste unterwegs waren.
Und irgendwie ahnte ich das ja schon, dass da irgendwas auf mich zukommen könnte … daher gab ich Instruktionen wie die Doofenten sich in meiner Abwesenheit zu verhalten haben.
Aber nichts da … unglaublich was die sich geleistet haben, das kann ich euch sagen. Ich habe die überall gesucht.
Und dann, es war wirklich Zufall, habe ich doch wirklich einen erwischt. Und dann noch einen.
Aber das war ja nicht alles, nachdem ich die beiden mal so richtig verhört habe und das Versteck der anderen herausgefunden hatte, war der Rest ein Kittyspiel. Und nun sitzen sie bei Wasser und Brot, während die Anführer dieser Versteckaktion hinter Gitter verweilen!

arrested duckies

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Vierbeiner im Vorgarten

Posted by moritzmeerkat - 8. November 2008

how it smells freedom?

Die Terrassentür stand einen Spaltbreit offen. Ich setzte mich in einiger Entfernung zur Tür hin und beobachtete meinen Menschen. Gerade war der Umzug abgeschlossen und im Wohnzimmer lichtete sich das Chaos zunehmend. Meine ‚Kletterwand’ lag nun wieder im Schlafzimmer auf dem Bettgestell und die Kartons in der Küche wurden immer weniger.
Es war heute der dritte oder der vierte Tag in der neuen Nachbarschaft und ich beschloss, dass es nun langsam Zeit wäre mich in Szene zu setzten.

Ich schaute noch einmal an mir herunter, stellte dabei fest, dass mein Fell irgendwie durchwuselt war. Vor dem Flurspiegel wollte ich mich zurecht machen als ich auch schon das Quietschen der Terrassentür hörte. Mit wenigen schnellen Schritten schlüpfte ich durch die Beine meines Zweibeiners und durch den Türschlitz hinaus in den Garten.
Ich hörte erst ein Gemurmel dann heftiges Gemecker, doch ich hatte mich für einen Rundgang entschieden und schaute kühl über meine Schulter und rief kurz und knapp: „Miau“ und ich trottete einfach weiter.

Auf dem Mauervorsprung, welcher unser Grundstück vom Nachbarn trennte, saß eine ordinäre dreifarbige Hauskatze. Ihre grünen Augen beobachteten mich und als würde es mir nichts ausmachen, setzte ich mich ganz frech vor die Mauer (das bedeutet: zwischen die Rosenbüsche) und begrüßte die Fremde wie es sich für wohlerzogene Katzen gehört.
„Tach, bin neu hier.“
„Ähä.“
„Wer bist du?“, wollte ich nun wissen.
„Geht dich nix an aber ich sage es dir trotzdem. Mein Name ist Minki, bin hier vom Hof. Und du?“
„Ich bin Oxana, diese Woche mit meinem Dosenöffner eingezogen.“, entgegnete ich.
So saßen wir uns gegenüber und schwiegen uns einige Sekunden an, bis Minki sich aufsetzte und: „Pst, eine Maus – da drüben.“ flüsterte.
„Was bitte schön ist eine Maus?“, fragte ich verwundert.
Minki sprang von der Mauer und beim vorbeischleichen schaute sie mich irritiert an und tippte mir an die Stirn.
„Bist nicht vom Lande, was? !“
„Nein, ich bin eine Perserkatze mit Zuchtpreis und so, warum?“, nun war ich etwas irritiert.
„Kennst aber Mücken?“
„Natürlich kenne ich Fliegen, für wie blöd hältst du mich?“
„Oxana, darauf gebe ich dir keine Antwort. Ich muss los – Abendessen besorgen.“
„Moment, was heißt Abendessen besorgen? Hast du keinen Dosenöffner?“
„Nein.“
„Und wie machst du deine Konservendosen auf?“, fragte ich erstaunt.
„Wir sind nicht in der Großstadt. Hier auf dem Land muss eine Katze für sich selbst sorgen und ganz besonders auf einem Bauernhof.“
„Darf ich dich begleiten?“, fragte ich die scheinbar ordinäre Hauskatze und kam ihr ein Stück näher und fing mir sogleich ein heftiges Fauchen und einen harten Pfotenschlag ein.
„Man, bist du ekelig.“, sagte ich schmollend und drehte ihr den Rücken zu.
„Na gut, wenn du mir folgen willst dann bleib fünfzehn Schritte hinter mir.“, sagte Minki im etwas versöhnlichen Ton und sprang wieder auf die Mauer. Ich sprang hinterher und folgte ihr in einem angemessenem Abstand.

Maus? Was um alles in der Welt ist eine Maus? Und wieso haben die keinen Dosenöffner? Das waren brennende Fragen die mir durch den Kopf gingen während ich Minki quer über den Bauernhof folgte.
„Hier durch.“, befehligte die Katze und ich folgte gehorsam der Anweisung, schlüpfte durch einen Zaun und betrat einen großen grünen Vorgarten. Mit weit aufgerissenen Augen und offenem Maul starrte ich in die Weite und konnte kaum fassen was ich sah.
Da standen große Vierbeiner mit braunen Flecken auf dem Fell und großen braunen Kulleraugen und lustig wackelnden Ohren.
„Das sind Kühe.“
„Ach was.“, gab ich zurück und versuchte meine Unwissenheit zu überspielen.
„Mmmmuuhhhh.“, hörte ich und legte mich vor Schreck ganz flach auf das weiche Gras.
„Brauchst keine Angst zu haben. Die machen nix.“
„Als hätte ich Angst? !“, und schon stand ich wieder. Langsam ging ich auf die Kuh zu. Irgendwie war mir nicht wohl bei der Sache, aber Minki war da und ich hoffte, dass sie meine zittrigen Beine nicht bemerkte.
„Sag’ mal Oxana, kannst du jagen?“
„Erwischt.“, gab ich ehrlich zu, „Nein, kann ich nicht. Oder besser gesagt, ich glaube nicht, dass ich es kann.“
„Weißt du wenigstens was das ist?“
„Aber sicher weiß ich das.“
„Ok, ich seh’ schon. Soll ich es dir beibringen?“
„Ja, das wäre ein feiner Zug von dir.“
„Also, gut. Pass auf was ich tu‘ und mach’ es dann nach.“
Ich stakte durch das hohe Gras und setze mich im dezenten Abstand neben sie und beobachtete, wie die Katze die Vorführung einer Jagdszene darbot.
„Wichtig ist, dass du die Beute nicht aus den Augen verlierst. Hast du das kapiert?“, ich nickte: „Dann musst du dich ganz flach auf den Boden legen, in etwa so.“, sie legte sich auf den Boden und berührte ihn nur knapp mit ihrem Bauch: „Dann musst du mit den Hinterbeinen hin und her tippeln und um Gottes Willen mach’ keine Geräusche dabei. Wenn du dich mental auf deine Beute eingestellt hast springst du nach vorn, packst sie im Nacken und schüttelst was das Zeug hält. Verstanden?“, ich nickte wiederum, aber hatte nicht verstanden was sie mir erzählte. „Ich zeig dir jetzt wie das geht.“ Und schon wackelte sie mit ihrem Hintern und ich musste laut anfangen zu lachen.
„Das sieht ja bescheuert aus.“, prustete ich los und Sekunden später verspürte ich einen Schlag im Nacken.
Ich duckte mich demütig, legte mich auf den Boden, drehte mich auf den Rücken und bat um Verzeihung.
Ohne ein weiteres Wort legte sich Minki in Lauerposition, wackelte mit dem Hinterteil und ich versuchte diesmal nicht zu lachen.

Es dauerte eine Weile, bis ich das Jagen einigermaßen beherrschte. Minki fragte mich auf dem Nachhauseweg, ob ich wüsste wie man Fische aus einem Fluss fängt. Auf meine Frage, was ein Fisch wäre, fing sie an zu lachen und schüttelte den Kopf, aber das ist eine andere Geschichte.

Reneè Hawk ©Juni 2002

Dosenöffner verstehen lernen … Eine weitere Oxana-Geschichte

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Dosenöffner verstehen lernen

Posted by moritzmeerkat - 12. August 2008

Merlin

Mittlerweile war der erste Schnee gefallen und mein Zweibeiner hatte das neue Zuhause von dem Umzugschaos befreit. Derweil kann ich nun auch jagen, fischen und richtig faulenzen. Das alles hatte mir Minki in bewundernswerter Weise und mit viel Geduld im letzten Herbst beigebracht.

Wie im Rausch jagte ich den Abhang hinterm Bauernhof hinunter.
Schneller und immer schneller werdend, bis meine Pfoten ins stolpern gerieten und ich den restlichen Weg ins Tal auf dem Bauch rutschend absolvierte. Dabei musste ich ständig niesen, weil der feine Pulverschnee in meiner Nase kitzelte.
Minki, die Katze vom Nachbarhof, stand oben auf dem Hügel und lachte. Dann nahm auch sie Anlauf und landete Minuten später bäuchlings neben mir und wir lachten gemeinsam über diesen Spaß.

So saßen wir nun im frischen Pulverschnee und schauten uns an.
„Morgen beginnen die Weihnachtsferien“ begann Minki, „weißt du was das ist?“ fragte sie anschließend.
„Öhm… ich glaube nicht“ inzwischen war es mir nicht mehr peinlich, der Katze gegenüber meine Unwissenheit zuzugeben.
„Morgen kommt Hilda.“
„Aha… das sind also Ferien, wenn Hilda kommt“ kommentierte ich, „und was ist ein ‚Hilda’?“ fügte ich hinzu.
„Oxana, du bist selten blöd. Hilda ist das Enkelkind meiner Bäuerin.“ Minki schüttelte den Kopf in der mir bekannten Weise und tapste Richtung Bauernhof davon.
Ich folgte ihr, in der ihr bekannten Weise, in einem angemessenem Abstand.
„Ja und was sind jetzt Ferien?“ fragte ich neugierig.
„Ferien sind freie Tage für Zweibeiner, wenn sie gerade nicht zur Schule gehen oder Geld verdienen. Kapiert? !“
„Ist das so was wie wenn wir uns einfach hinlegen und nichts tun?“
„So ähnlich, Oxana. Nur, dass wir weder arbeiten noch zur Schule gehen. Wir sind halt nur Katzen.“
‚Nur Katzen?’ dachte ich und war mir gar nicht so sicher, ob ich Minkis Erklärung richtig verstanden hatte.
Als ich am späten Abend meinem ‚Dosenöffner’ um die Beine schlich hatte ich bereits vergessen, dass Minki mich für den morgigen Tag eingeladen hatte, denn mein Magen knurrte ziemlich laut.

„Oxanaaaaaaa…“ hörte ich eine Stimme auf dem Hof schreien. Ich blinzelte und stand ganz langsam auf. Erst drückte ich meinen Rücken durch und machte einen bemerkenswerten Katzenbuckel (allerdings ohne den Kamm zu stellen), dann gähnte ich und riss dabei mein Maul so weit auf, dass man all meine weißen Zähne sehen konnte (wenn jemand mich beobachtet hätte, hätte er glauben können ich sei ein schwarzer Löwe – in Miniaturausgabe.) Als ich mich zum Fensterbrett bewegen wollte merkte ich, dass ich noch auf meinem Lieblingsstuhl stand und plumpste beim ersten Schritt zu Boden (zum Glück hatte mich jetzt keiner gesehen.) Ich schüttelte mich und streckte nacheinander alle vier Beine ordentlich aus; und das ganze während ich zum Fensterbrett ging. Mit einem Satz sprang ich hinauf und setzte mich, dann schaute ich nach wer da so laut nach mir schrie (obwohl ich genau wusste, dass es nur Minki sein konnte.)
„Hey Oxana, komm runter – Hilda ist da“ rief mir Minki zu und stampfte durch den Schnee zur Mauer und sprang hinauf.
Ich versuchte von meinem Fensterplatz aus den Zweibeiner namens Hilda zu erspähen, doch ich hörte nur lautes Lachen und fröhliches Quieken auf der anderen Seite der Mauer. Ab und zu konnte ich sehen, wie weiße Bälle über die Mauer flogen, dabei nur knapp an Minkis Ohren vorbei und im schneebedeckten Rosenbusch meines ‚Dosenöffners’ landeten.
„Ich komme gleich runter“ rief ich durch das gekippte Fenster und sprang vom Fensterbrett, um im Erdgeschoss meinem Zweibeiner mitzuteilen, dass es Zeit wurde, mir die Tür zu öffnen. Ich jagte auf die Mauer zu, sprang hinauf und flog sogleich wieder rücklings mit einem Schneeball im Gesicht herunter.
Langsam rappelte ich mich auf und schaute hoch zu Minki, die noch stets unbeweglich auf dem Mauervorsprung saß.
„Alles ok mit dir?“ fragte sie mich.
„Denke schon“ gab ich knapp und fellausschüttelnd zurück.
„Geh’ lieber außen rum.“
Ich nickte, machte eine Kehrtwendung und nahm den längeren Weg durch den Vorgarten meines ‚Dosenöffners’, über die Strasse, durch den Vorgarten der Bäuerin, um dort erneut mit einem Schneeball begrüßt zu werden.
Inzwischen war Minki von der Mauer gesprungen und saß auf der Treppe zur Küche. Ich gesellte mich zu ihr.
„Ist das Hilda?“ fragte ich naserümpfend.
„Nein, das ist Jacob – Hildas kleiner Bruder“ erklärte mir Minki.
„Aha… und was… äh… wo ist Hilda?“
„In der Küche – Frühstück machen für Jacob und die Bäuerin.“
„Kann sie Konservendosen öffnen?“ fragte ich grinsend.
„Weiß ich nicht“ gab Minki Schulter zuckend zurück.
„Willst du wissen wie man einen ‚Dosenöffner’ benutzt?“
„Weiß nicht recht“ zuckte Minki wieder mit ihren schmalen Schultern.
„Komm’, ich zeig dir wie mein ‚Dosenöffner’ funktioniert“ sagte ich triumphierend und stolzierte gleich los in Richtung Mauer. Diesmal folgte Minki mir in einem angemessenen Abstand.

Mein Zweibeiner hatte sich zur Angewohnheit gemacht, die Haustür einen Spaltbreit offen zu lassen, wenn ich bei Minki zu Besuch war. Und so standen wir, Minki und ich, in meiner Küche und riefen ganz frech nach Futter. „Miuuuuuuuuu“ rief Minki. „Miauauauauau“ rief ich.
Immer abwechselnd, erklärte ich ihr vorher, sonst reagiert der Zweibeiner nicht – „und…“, hatte ich ihr gesagt „… dramatisch, so richtig dramatisch muss es klingen.“
Wir waren sehr erfolgreich. Mein Zweibeiner kam in die Küche gelaufen und begann uns (ebenso abwechselnd wie wir schrieen) zu streicheln. Wieder begann sie mit dem unverständlichen Kauderwelsch, das ich nicht verstand (in all den Jahren hatte sie es noch nicht gelernt, dabei ist meine Sprache doch nun wirklich nicht so schwer, selbst Minki versteht mich.)
„Sie will wissen, ob wir Hunger haben“ sagte Minki.
„Ja… ja… ja“ schrie ich meinem ‚Dosenöffner’ entgegen.
„Die versteht dich nicht.“
„Wie jetzt?“ fragte ich erstaunt.
„Die versteht dich eben nicht“ gab Minki zurück und diesmal grinste sie.
„Aber du verstehst sie“ gab ich etwas schnippisch zurück.
„Jipp, ich verstehe die Menschen.“ Und ich hörte den Triumph in ihrer Stimme.
„Wieso?“ wollte ich nun wissen.
„Hilda“ sagte Minki kurz und knapp und stupste mit ihrem Kopf gegen das Bein meines Zweibeiners.
„Hey, was machst du da?“ fragte ich empört.
„Ich habe ihr geantwortet“ gab die ordinäre Katze von nebenan zurück.
(Ich war sprachlos.) „Das gibt es nicht.“
„Willst du wissen wie man mit einem Menschen redet?“ fragte Minki.
„Ja unbedingt“ gab ich zurück, aber das ist eine andere Geschichte.

Reneè Hawk ©Juni 2002

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Day 118 – in sweet Memory

Posted by moritzmeerkat - 30. Juni 2008

R.I.P.

Moritz Day # 118 / 365 30. Juni 2008

Heute morgen musste mein Zweibeiner meinen Kumpel Merlin zum Arzt bringen. Nach einer Stunde kam sie mit seiner leeren Transportbox zurück.
Mein Kumpel war sehr krank, hatte nur noch ein paar Kilo auf den Knochen und das Fell fiel ihm aus. Obwohl er mir immer das Futter wegfrass hatte er täglich an Gewicht verloren und seine Lippen wurden immer gelber. Mein Zweibeiner musste ihn einschläfern lassen und der Doktor hatte zu ihr gesagt, dass es das beste sei, da der Merlin sonst in zwei Wochen tot umgefallen wäre.
Hey Merlin! Hab dich ganz dolle lieb gehabt – pass gut auf dich auf, wo immer du jetzt bist.

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